Mit 97 Jahren verstarb am 18.07.2025 Rudolf Schindler sen. Wir trauern um einen verdienten und geschätzten Kameraden.
Rudi trat der Marzlinger Wehr nach Kriegsende 1945 bei. Ein Brand beim Nachbarn und der dortige eindrucksvolle Einsatz der Feuerwehr hatten den damals erst 17-Jährigen davon überzeugt: „Das ist eine gute Sache. Da musst Du dabei sein und mithelfen“. Eine Entscheidung, die sein Leben prägte.
1962 erfolgte die Wahl zum 1. Kommandanten. Ende 1962 konnte das erste motorisierte Löschfahrzeug der Feuerwehr Marzling, ein Ford-Taunus, in Dienst gestellt werden. Mitte Juli 1970 feierte unser Verein das 100jährige Gründungsfest mit 78 Vereinen und über 4.000 Festbesuchern an zwei heißen Sommertagen. Anfang der 1970er Jahre setzte sich Rudi für den Bau eines neuen Gerätehauses bei der Gemeinde Marzling ein. Nach zwei Jahren Bauzeit konnte 1973 der Umzug in das neue großzügige Heim am Schulweg vollzogen werden. Zudem wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8-Mercedes Benz bei der Aufbaufirma Bachert in Auftrag gegeben.
Bereits 1968 wurde Rudi aufgrund seines Engagements, seiner Kompetenzen und nicht zuletzt seiner Fähigkeit Menschen zu führen zum Kreisbrandmeister berufen und er wechselte damitin das Kreisbrandkommando Freising. 1973 erfolgte dann der Aufstieg zum Kreisbrandinspektor.
Aufgrund seiner großen Verdienste um die Marzlinger Wehr erfolgte 2006 die Ernennung zum Ehrenmitglied. In diesem Jahr konnten wir auf 80 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken.
Rudi hat durch seine Persönlichkeit und seinen unermüdlichen Einsatz für den Nächsten die Entwicklung der freiwilligen Feuerwehr Marzling entscheidend mitgestaltet. Seine Leistungen werden wir in dankbarer Erinnerung bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Rudi, machs guad!